Mrochen und Schneider stellen neue Rekorde auf
  05.11.2020 •     Kreis Hofgeismar , Presse


Laufasse der LG Reinhardswald mit starken Zeiten in den USA

Charlotte/Conway Während Deutschland in den Lockdown geht brechen die Laufasse der LG Reinhardswald, Bastian Mrochen (TSG Hofgeismar) und Simon Schneider (TSV Niedermeiser), in den USA Rekorde. Bastian Mrochen verbesserte über 3000 Meter Martin Vialons 42 Jahre alten Uraltrekord der männlichen Jugend M18 um dreieinhalb Sekunden auf 8:35,73 Minuten. Simon Schneider steigerte seine eigene Bestmarke über 5000 Meter auf 15:16,8 Minuten.

Mrochen war heiß auf Wettkämpfe. Die Crosssaison in North Carolina ist auf das Frühjahr verschoben und so stand in den letzten drei Monaten nur Training auf dem Plan. Das war aber von hoher Qualität. Im Schnitt 130 Kilometer in der Woche absolvierte Mrochen. Am Freitag stand dann auf dem Irwin Belk Track in Charlotte ein 3000-Meter-Lauf für die „Bulldogs“ der Wingate University an. Im dichten Gedränge mit 17 Läufern orientierte sich Mrochen sofort in die Spitzengruppe. Der erste Kilometer wurde in 2:51 Minuten durchlaufen und das deutete auf eine schnelle Zeit hin. Den zweiten Kilometer jedoch verbummelten die Läufer in 2:56 Minuten. Doch auf den letzten 1000 Metern mobilisierte Mrochen alle Reserven und setzte noch einmal 2:49 Minuten drauf. Das ergab mit 8:35,73 Minuten Platz fünf in in einem starken Feld, elf Sekunden schneller als bei den Deutschen Hallenmeisterschaften im Februar. In der aktuellen DLV-Jahresbestenliste liegt Mrochen auf dem sechsten Rang. Vor allem aber hat er mit dieser Zeit den Uraltkreisrekord der Altersklasse M18 von Martin Vialon (TSG Hofgeismar) gebrochen. Vialon war 1978 in Menden 8:39,3 Minuten gelaufen. „In zwei Wochen steht noch ein Wettkampf über 5000 Meter an, da will ich die 15 Minuten knacken“, blickte Mrochen voraus. Eine Hallensaison wird es in North Carolina vermutlich nicht geben, deswegen geht es danach zurück ins Training.

Nach einer kurzen Crosssaison mit nur drei Wettkämpfen kann Simon Schneider noch auf Starts in der Halle hoffen. In Arkansas, wo er an der University of Central Arkansas studiert, gibt es noch keine Absagen. Als ersten Formtest auf der Bahn hatte Coach Beau Theriot auf der heimischen Anlage in Conway einen 5000-Meter-Lauf für die Langstreckler angesetzt. Schneider zeigte ein tolles Rennen. Im dichten Pulk gingen die Läufer das Rennen defensiv an. Die 3000-Meter-Marke passierten sie in 9:12 Minuten, die vier Kilometer in 12:21 Minuten. Dann ging richtig die Post ab. In 2:55 Minuten absolvierte Schneider den Schlusskilometer und durfte im Ziel über den neuen Kreisrekord für die männliche Jugend M19 von 15:16,8 Minuten jubeln. Damit hatte er seine eigene Bestmarke um fast eine Minute gesteigert und schob sich in die Top Ten des DLV. „Das war ein Schritt in die richtige Richtung, vor allem das starke Finish zeigt, dass die Form da ist“, freute sich Schneider. Ende November steht dann der erste Hallenwettkampf über 3000 Meter an. Saisonhöhepunkt sollen die Indoor Conference Championships im Januar sein, bei denen die „Bears“ einiges erreichen wollen. „Teamwork ist der Schlüssel zu einem guten Ergebnis“, hebt Schneider hervor. An den Colleges in den USA stellen sich die Individualsportler immer zuerst in den Dienst der Mannschaft. „Es ist toll, Teil eines solchen Teams zu sein“.