Mrochen in Top-Form: WM-Norm in Sichtweite
  19.02.2021 •     Kreis Hofgeismar , Presse


U20-Athlet der TSG läuft von Rekord zu Rekord

Allendale Bastian Mrochens Traumsaison geht weiter. Bei den Meetings in Birmingham über 5000 Meter (14:38,56 Minuten) und in Lynchburg über die Meile (4:16,25 Minuten) hatte er seine bestechende Form mit Nordhessischen Rekorden bereits unter Beweis gestellt. Doch was der für die Wingate University startende Athlet der TSG Hofgeismar/LG Reinhardswald jetzt beim Big Meet der Grand Valley State University in Allendale (Michigan) zeigte war sensationell.

In 8:18,73 Minuten pulverisierte Mrochen seine persönliche Bestzeit über 3000 Meter (bisher 8:35 Minuten) und unterbot die Norm des Deutschen Leichtathletikverbandes für die U20-Europameisterschaften im Juli in Tallinn (Estland) um vier Sekunden. Allerdings muss Mrochen die Zeit noch einmal bestätigen, denn der offizielle Nominierungszeitraum beginnt erst am ersten April. Den Nordhessischen Hallenrekord des früheren deutschen Jugendmeisters Heiko Baier (LG Baunatal/ACT Kassel) verbesserte Mrochen um fast zehn Sekunden. In der deutschen Jahresbestenliste liegt Ausnahmetalent Paul Specht (VfL Sindelfingen) nur noch eine Sekunde vor ihm.

„Das Rennen ist optimal gelaufen“, zeigte sich Mrochen hochzufrieden. „Ziel im Vorfeld war es den Wingate Universitätsrekord anzugreifen, der bei 8:26 Minuten liegt.“ Doch schon die letzte Trainingseinheit am Dienstag vor dem Rennen machte Hoffnung auf mehr. „Da sind wird nach einer Tempoeinheit noch vier Mal 600 Meter im geplanten Renntempo gelaufen. Das hat sich flott, aber nicht übermäßig anstrengend angefühlt.“ Wie ein Uhrwerk spulte Mrochen die erste Hälfte des Rennens auf der 300-Meter-Bahn mit Runden knapp über 50 Sekunden ab. „Bei 1500 Metern in 4:12 Minuten habe ich mich dann aus meiner Gruppe gelöst und bin in eine schnellere Gruppe nach vorn gegangen. Eingangs der Schlussrunde habe ich gesehen, dass da sogar was in Richtung EM-Norm geht.“ Mrochen drehte noch einmal richtig auf und spurtete die letzten 300 Meter in 46 Sekunden. Damit waren der Unirekord perfekt. Und auch die EM-Norm wurde geknackt, wenngleich das noch nicht zählt. Mit seiner momentan steil nach oben zeigenden Leistungskurve sollte die Bestätigung mit Beginn des Nominierungszeitraums im April aber kein Problem für Mrochen sein. Sogar die Norm für die U20-Weltmeisterschaften in Nairobi (8:14 Minuten) scheint jetzt nicht mehr utopisch. Nahziel sind aber zunächst einmal die nationalen Universitätsmeisterschaften der Division II im März, für die er die vorläufige Normzeit ebenfalls deutlich unterbot.