Leichtathleten trauern um Richard Ripper
  02.11.2020 •     Kreis Hofgeismar , Presse


Im Alter von 70 Jahren verstorben

Leichtathletik - Am 12. Oktober verstarb plötzlich und unerwartet im Alter von 70 Jahren Richard Ripper. Studienrat Ripper, Fachleiter für Biologie und zeitweise Sport, kam im Februar 1977 an die Gustav-Heinemann-Schule Hofgeismar. Mit seinem südhessischen "Darmstädter Dialekt" gewann er schnell die Aufmerksamkeit der Schüler und der Kollegen. Als Klassenlehrer oder Begleiter war er sehr beliebt. Im Sport überraschte er mit seiner Vielseitigkeit. Die Ballsportarten und das Förderkonzept in der Leichtathletik -von der Schule zum Verein - weckten sein besonderes Interesse. Die Talentförderung, die 1971 an der ASS begann, setzte er an der GHS mit Erfolgen auf Kreis- und Regionalebene fort. Schon 1980 gewannen die von ihm trainierten 14-Jährigen Jungen erstmals den Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ und im Bundesfinale in Berlin die deutsche Vizemeisterschaft. Ein Jahr später ernannte das Kultusministerium Hofgeismar als Schulsportzentrum. Auch 1993 und 1994 schaffte er es mit GHS-Schulmannschaften nach Berlin. Vom Schulsport war der Weg in den Vereinssport vorgezeichnet und Ripper engagierte sich auch bei der LG Reinhardswald/TSG Hofgeismar als Trainer. 1994 gewann die von ihm aufgebaute 4x75-Meter-Staffel die Hessische Vizemeisterschaft. Bülent Bulut, Manuel Dornemann, Duc Lam Ngyuen und Sascha Stollberg stellten damals in 34,87 Sekunden einen Bezirksrekord auf. Den vielen Leichtathleten, die er über die Jahre anleitete, bleibt Ripper vor allem als jemand in Erinnerung, der für die gute Stimmung im Stadion verantwortlich war. Ob im heimischen Hofgeismar oder bei Trainingslagern in Nizza und Rimini - „Rich“ Ripper brachte immer die Prise Humor mit, die einen die harten Trainingseinheiten leichter überstehen ließ.