Hessischer Dreifach-Triumph bei den ADH-Meisterschaften über 1500 Meter - Marc Tortell stürmt in Bestzeit über 3000 Meter zum Sieg
  17.02.2020 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Rund 300 Studenten stellten bei den deutschen Hochschulmeisterschaften im Leichtathletik-Zentrum Kalbach eindrucksvoll unter Beweis, dass sie nicht nur bei diversen Vorlesungen im Hörsaal voll mit dabei sind. Nach dem auf den Dichter Juvenal zurückgehenden lateinischen Spruch „anima sana in corpore sano“ (Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper) zeigten die sportlichen Studenten, dass sie auch beim Laufen, Sprinten und Springen absolut fit sind.

Richtig gut drauf war Marc Tortell (Accadis Hochschule Bad Homburg). Nur ein paar Tage nach dem Gewinn des süddeutschen Hallen-Titels in Sindelfingen entschied sich Mittelstreckler zu einem Start über die etwas längeren 3000 Meter. Mit der Nummer eins auf der Startnummer sortierte sich Tortell (sonst Athletics Team Karben) von Beginn an in der Führungsgruppe ein, rollte hier problemlos mit, um dann zwei Runden vor Schluß einen langen und harten Spurt anzuziehen. Diesem Antritt konnte kein Gegner richtig folgen, so dass der Athlet aus der Wetterau letztendlich seiner Nummer eins auf der Nummer in der neunen persönlichen Bestzeit von 8:18,98 Minuten vollauf gerecht wurde.  „Jetzt habe ich die Normen über 1500 und 3000 Meter für die DM in Leipzig. Mal sehen, welcher Strecke ich dann in einer guten Wochen den Vorzug geben werde“, so der Accadis-Student.

Als Favorit auf den Stabhochsprungtitel war der Gordon Porsch (LG Eintracht Frankfurt) in seine Trainingshalle gekommen. Beim Meeting in Dortmund überflog der Student der Uni Frankfurt noch solide 5,20 Meter. In Kalbach wollte es nun aber überhaupt nicht klappen. Die Einstiegshöhe von glatten fünf Metern war diesmal zu hoch. Nach zwei ungültigen Versuchen brach der Eintrachtler den Wettkampf ab. „Schon in Dortmund lief es eigentlich nicht so richtig rund. Wir arbeiten momentan an der Feinabstimmung bei der Verwendung von harten Stäben für die größeren Höhen und der Anlaufgeschwindigkeit. Hier gibt es noch ein wenig Arbeit. Lieber jetzt aus dem Wettkampf einmal rausgehen, als es mit aller Macht zu versuchen und eventuell eine Verletzung zu riskieren“, analysierte der Lehramtsstudent. So ging der Hochschul-Titel mit glatten fünf Metern an Constantin Rutsch (Uni Bochum) - eine Höhe, die Porsch eigentlich locker drin hat.

Im Sprint setzte sich in flotten 6,76 Sekunden Philipp Trutenat (Uni Bochum) durch, der von den beiden Hessen Steven Müller (Uni Kassel/6,86 sec.) bzw. Elias Goer (Uni Gießen/Sprintteam Wetzlar/6,88 sec.) verfolgt wurde. Außerhalb der Medaillenränge finishten Florian Daum (Frankfurt UAS) als Sechster (7,02 sec.) und einen Platz dahinter Lars Hieronymi (TU Darmstadt/LG OVAG Friedberg-Fauerbach)7,02 sec.). Hieronymi holte auf der Hallenrunde in 22,01 Sekunden mit 0,01 Sekunden Vorsprung auf Daum dann „Bronze“. Vorneweg spurtete Patrick Domogala (SRH FernHS Riedlingen) in 21,70 Sekunden zum Titel.  Eintracht-Mittelstreckler Dennis Biederbrick (HfPV Wiesbaden) ließ in 1:51,63 Minuten über 800 Meter nichts anbrennen. Jaakkina Rösler (Uni Frankfurt/Athletics Team Karben) wurde hier Vierter (1:55,86 min.). Gleich alle drei Medaillen über 1500 Meter gingen nach Hessen. Lukas Abele (Uni Gießen/SSC Hanau Rodenbach) setzte sich mit guten 3:49,25 Minuten gegen Marvin Heinrich (HfPV Wiesbaden/LG Eintracht Frankfurt/3:53,32 min.) sowie Kilian Schreiner (TH Mittelhessen/Breidenbach/3:54,64 min.) durch. Über 3000 Meter ist noch der fünfte Platz (8:45,33 min.) von Mohamed Bassou (Uni Mainz/TV Waldtstraße Wiesbaden) nachzutragen. Beim Weitsprung reichten Lennart Genz (HS Rhein-Main) steigerungsfähige 6,78 Meter für die Bronzemedaille. Philipp Heckmann (UAS Frankfurt/LG Eintracht Frankfurt) überquerte als Hochsprungsieger glatte zwei Meter.

Bei den Studentinnen flitzte Lara Tornow (HS Rhein-Main/Sprintteam Wetzlar) in 7,54 Sekunden zum Titel. Chiara James (Uni Marburg/TSG Gießen Wieseck) wurde über 200 Meter (25,62 sec.) Siebte. Julia Altrup (Uni Marburg bzw. VfL Marburg) hängte über 800 Meter in 2:12,60 Minuten alle Gegnerinnen ab. Mit von der Partie waren hier noch Sophia Wolf (PH Heidelberg/TV Groß-Gerau/4. In 2:14,53 min.) und Sina Moira Wiedmann (Uni Frankfurt/LG Eintracht Frankfurt/5. In 2:15,29 min.). Von der Spitze weg zum Sieg über 3000 Meter stürmte in 9:50,92 Minuten Clara Costadura (Uni Frankfurt/Spiridon Frankfurt). Carolin Klupsch (Uni Kassel) hatte ihre beste Platzierung als Vizemeisterin (1,74 m) im Hochsprung. Jeweils Platz vier holte sich die Athletin vom SSC Velar dann noch über 60 Meter Hürden (8,84 sec.) und bei der Weitenjagd (5,90 m). Beste Springerin war hier Nathalie Buschung (HS Rhein-Main/LG Eintracht Frankfurt), die als Siegerin gute 6,22 Meter markierte. Beim Dreisprung hatte Svenja Ruehl (TH Mittelhessen) mit 12,38 Meter die Vizemeisterschaft im Gepäck.